„Ich bin froh, dass die führungslose Zeit bei der Feuerwehr Eilshausen nun ein Ende hat“, sagte Lohmeyer im Anschluss. An dem eilig anberaumten Sondertermin im Gerätehaus an der Königsberger Straße hatten unter anderem Regina Wachowiak, allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, der stellvertretende Ordnungsamtsleiter Volker Braun und Kreisbrandmeister Wolfgang Hackländer teilgenommen. Der Wechsel an der Spitze des Löschzugs Eilshausen war erforderlich geworden, nachdem das bisherige Führungsduo, Marco Bergmeyer und Bernd Gante, Mitte Juni 2009 völlig überraschend seinen Rücktritt erklärt hatte. Gemeinde-brandmeister Lohmeyer dankte den beiden Kameraden für ihr rund zweijähriges Engagement in leitenden Funktionen. „In dieser Zeit wurde gerade im Bereich der Ausbildung viel bewegt.“ Gleichzeitig stellte der Feuerwehrchef klar, dass die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Hiddenhausen während der gesamten Zeit zu 100 Prozent gesichert war. Der neue Leiter des Löschzugs Eilshausen, Heino Ruschhaupt und sein Vertreter Rainer Führ gelten in Feuerwehrkreisen als sehr erfahren. Ruschhaupt trat bereits am 01.04.1975 in die Feuerwehr ein, während Führ seit 01.08.1982 ehrenamtlichen Feuerwehrdienst leistet. Beide Kameraden haben sich bereits vielfältig im Feuerwehralltag profiliert, ob als Gerätewarte, im Ausbildungsdienst, bei der Jugendarbeit oder der Besetzung der Sonderfahrzeuge der Kreisfeuerwehrzentrale.
und Rainer Führ (l) wurde von GBI Werner Lohmeyer (m) eingesetzt.
Für die neue Führung sei wichtig, dass die Aufgabenverteilung innerhalb des Löschzugs reibungslos funktioniere, betonte Gemeindebrandinspektor Lohmeyer. „Die Aufgaben müssen auf mehrere Schultern verteilt werden, damit der Posten als Löschzugführer ehrenamtlich leistbar bleibt!“ Im Übrigen dürften getroffene Entscheidungen der Führungsebene „nicht zerredet werden“. Gefragt sei vielmehr ein Stück mehr Eigeninitiative der Mannschaft, wie z.B. das Atemschutznotfalltraining, das der Feuerwehrchef als positives Beispiel nannte. „Die Ausstattung der Feuerwehr Hiddenhausen ist hervorragend“, stellte Lohmeyer abschließend klar. „Wir müssen unsere Zufriedenheit darüber jetzt auch nach außen zeigen!“
Im Anschluss wurde den Gästen noch der neue Abrollcontainer „Sonderlöschmittel“ (System Meindl) vorgestellt. Auf dem Container wurde die Pulverlöschanlage des ausgemusterten Trockentanklöschfahrzeugs (TroTLF) der Feuerwehr Enger verlastet. Die Anlage aus dem Jahr 1973 war zuvor generalüberholt worden. Sie verfügt über 750 kg sogenanntes B C-Pulver, das im Einsatzfall über zwei Pulverrohre mit jeweils 30 Metern flexiblem Schlauch aufgetragen wird. Daneben verfügt der Aufbau über 1000 Meter B-Druckschläuche, 600 Liter Schaummittel und eine Tragkraftspritze (TS 8/8). Zum Auf- und Abladen der Ausrüstungsgegenstände und Löschmittel steht ein kleiner Hebekran zur Verfügung, der über die eigene Stromversorgung des Containers versorgt wird. Das Wechselladersystem des Löschzugs Eilshausen verfügt jetzt über insgesamt drei Abrollbehälter (siehe auch unter Rubrik „Aktive Löschzüge – Fahrzeuge“). „Damit sind die Beschaffungen in Sachen Wechsellader vorerst abgeschlossen“, so Werner Lohmeyer.
Jens Vogelsang
(Text u. Fotos)




