Hameln-Pyrmont/Lauenstein (Vo). Für die Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Herford stand am letzten Ferienwochenende ein besonderes Highlight auf dem Programm: Für rund 300 Jungfeuerwehrleute ging es mit „Sack und Pack“ zum 10. Kreisjugendzeltlager ins Weser-bergland bei Hameln. Alle zwei Jahre wird eine solche gemeinsame Veranstaltung der Jugendfeuerwehrgruppen aus dem Kreisgebiet organisiert. Perfekt verlief auch das diesjährige Zeltlagerwochenende. Lobende Worte bekam die Feuerwehrjugend von Kreisjugendfeuer-wehrwart Wolfgang Kenneweg zu hören. „Ihr habt mich begeistert“, resümierte Kenneweg in seiner abschließenden Ansprache.
Nach und nach trafen die 11 Jugendgruppen am Freitagnachmittag auf dem Zeltplatz des Naturfreundehauses Lauenstein in der Gemeinde Salzhemmendorf ein. Zügig und mit Routine ging es an den Aufbau der Zeltunterkünfte. Innerhalb kürzester Zeit waren alle Zeltstangen am richtigen Platz, die Heringe in der Erde und die Mannschaftsunterkünfte bezugsfertig. Vor der Zeltstadt wehten zwischenzeitlich die Flaggen der Deutschen Jugendfeuerwehr und der Kreisjugendfeuerwehr. Am Abend folgte die Eröffnung des Jugendzeltlagers durch Kreis-jugendfeuerwehrwart Kenneweg. Der gesamte Feuerwehrnachwuchs war dazu in Uniform und mit Wimpeln angetreten. Für alle Fälle hatte Kenneweg eine Zeltlageraufsicht organisiert. Im stündlichen Wechsel waren rund um die Uhr zwei Betreuer, gut sichtbar mit gelben Westen gekleidet, als Aufsicht auf dem Platz unterwegs. Es blieb allerdings bei freundlichen Hinweisen an die Jungfeuerwehrleute.
Das Wetter bot derweil beste Campingvoraussetzungen. Entsprechend ausgelassen war die Stimmung bei den Mädchen und Jungen. Zur Abkühlung ging es ins nahegelegene Naturfreibad, wo ohne Chlor und andere Chemikalien gebadet werden konnte. Am Samstag überzeugten sich stellvertretender Kreisbrandmeister Bernd Kröger und Ehrenkreisbrand-meister Dieter Wilkening vom erfolgreichen Verlauf der Veranstaltung. Auch zahlreiche Wehrführer aus den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes waren als Besucher vor Ort. In den späten Abendstunden stand noch eine Nachwanderung auf dem Programm. Uwe Fahrenkamp, Ortsbrandmeister in Lauenstein und die Jugendwarte Daniel Jermis und Matthias Kutz hatten dazu eine „besondere“ Strecke durch die Wälder rund um den Zeltplatz ausgearbeitet, in deren Verlauf einige unliebsame Überraschungen auf die heimische Feuerwehrjugend warteten. Da knallten plötzlich Böller im Unterholz und seltsam gekleidete Gestalten tauchten am Wegesrand auf, während an anderer Stelle die Strecke mit Netzen versperrt war. Nach rund zwei Stunden kehrten alle sechs gestarteten Teams wohlbehalten aber sichtlich verschreckt auf den Zeltplatz zurück.
Viel Lob und Applaus gab es am Schluss der Veranstaltung für die beiden Verpflegungszüge der Feuerwehren Bünde Hunnebrock und Enger. Die Küchenmannschaften um Dieter Henseler und Andreas Mulack hatten während des gesamten Wochenendes für eine ausgezeichnete Beköstigung gesorgt. Der geleistete Einsatz in der Feldküche wurde von Kreisjugendfeuerwehrwart Kenneweg mit einem Präsent gewürdigt. Auch für die Jugendfeuerwehr Lauenstein hatte Kenneweg ein Geschenk im Gepäck.
Die Jugendfeuerwehr Lauenstein mit zur Zeit 13 Mitgliedern wurde übrigens bereits 1966 gegründet und ist damit die älteste Nachwuchsgruppe im Landkreis Hameln-Pyrmont. Insgesamt sind mit Landkreis 76 Jugendfeuerwehren aktiv.
Von Jens Vogelsang
(Text u. Fotos)









