Feuerwehr Hiddenhausen

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Feuer in Schweicheln-Bermbeck

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 Carport zerstört,  Autos ausgebrannt, Häuser  beschädigt ...

brennendes Carport

Zwei völlig ausgebrannte Kraftfahrzeuge, ein abgebranntes Carport samt Geräteraum, zwei beschädigte Wohnhäuser und mindestens drei ramponierte PKWs, dass ist die vorläufige Bilanz eines Feuers im Ortsteil Schweicheln-Bermbeck.  Ein Mitarbeiter der Gemeinde Hiddenhausen entdeckt den Brand als erstes. Während der Heimfahrt vom Eickhofgelände bemerkt der Mann auf der „Anhöhe“ Schweichelner Straße gegen zwei Uhr morgens einen deutlichen Feuerschein aus dem Wohngebiet im „Werretal“, der den Nachthimmel erhellt.
 
Umgehend sieht der aufmerksame Bürger nach „dem Rechten“ und muss wenig später feststellen, dass auf dem Eckgrundstück Herforder Straße (B 239)/ Werrestraße ein Carport und die darunter  geparkten  Fahrzeuge brennen.
 Der zuständige Löschzug wird um 2:06 Uhr unter dem Stichwort „Einsatz dringend, Feuer Stufe 2“ alarmiert. Zusätzlich werden auch das „Großtanklöschfahrzeug“ (TLF 24/50 mit 5.000 Liter Wassertank) und die Drehleiter (DLK 23/12) des Löschzugs Eilshausen in Marsch gesetzt. Rund fünf Minuten später ist die erste Einheit mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 20/16) vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt stehen zwei Fahrzeuge, ein brennendes CarportWagen der Marke Seat und eine größere Mercedes-Kombilimousine, bereits im Vollbrand. Gleiches trifft auf den hölzernen Fahrzeugunterstand mit einer Bedachung aus Teerpappe und den ebenfalls aus Hölzern errichteten Geräteraum zu, der seitlich neben dem Carport errichtet wurde. Das zugehörige Wohnhaus befindet sich nur wenige Meter entfernt.  Es handelt sich dabei um ein Reihenhaus, bestehend aus vier Wohnhälften, das Ende der neunziger Jahre in sogenannter ökologischer Bauweise errichtet wurde. Der unmittelbar betroffene Hausteil ist über einen Fußweg zu erreichen, der neben dem Carport parallel zur Herforder Straße (B 239) verläuft. 
Die ersten Löschmaßnahmen werden von der Besatzung des HLF 20/16 eingeleitet. Ein Trupp geht dazu unter Atemschutz mit Hohlstrahlrohr zur Brandstelle vor. Die Strahlungswärme ist mittlerweile deutlich zu spüren. Außerdem hat der dichte Rauch den gesamten Bereich eingenebelt. Verbrennendes Gummi und verschmorende Kunststoffteile verbreiten einen beißenden Geruch. Umgehend ist ein weiterer Trupp, ebenfalls mit Pressluftatmern geschützt zur Stelle, um die angrenzende Wohnhaushälfte mit C-Schlauch und Hohlstrahlrohr zu schützen.  Die Strahlungswärme hat hier bereits zu Schäden geführt. So sind mehrere Fensterscheiben  unter der enormen Hitze zerborsten. Die Mannschaft des Tanklöschfahrzeugs (TLF 16/25) kümmert sich derweil um den Aufbau der Wasserversorgung zu einem Unterflurhydranten, der sich etwa 150 Meter entfernt in der Straße Im Werregrund befindet. Weitere Trupps des TLF 16/25 werden mit Strahlrohren und einem Mittelschaumrohr im Bereich des Geräteraums bzw. Carports eingesetzt. Die Mercedeslimousine brennt augenscheinlich besonders intensiv. Nach rund 35 Minuten meldet der Einsatzleiter „Feuerwehr unter Kontrolle“ zur Leitstelle. Die letzten Glutnester sind allerdings erst nach rund zwei Stunden gelöscht.
Beginn der LöscharbeitenDas Dach des Carports besteht jetzt nur noch aus dünnen, verkohlten Balken. Wände und Dach des Abstellraums sind nicht mehr vorhanden. Stattdessen hat das Feuer den Blick auf verbrannte Regale mit zerstörten Rasenmähern, Motorteilen und eine alte Nähmaschine freigegeben. Ein Motorroller, der hinter dem Seat abgestellt war, besteht jetzt nur noch aus einigen Metallstreben und dem Tank. Mehr ist nicht übrig geblieben. Der Kofferraum des Mercedes birgt im Übrigen noch eine Besonderheit. Hier ist der Tankbehälter der Flüssiggasanlage untergebracht.  Der Wagen verfügt also über einen Gasantrieb (LPG/ Autogas).
Die Feuerwehr ist zuvor vom Besitzer auf die Anlage hingewiesen worden. Am Gastank sind jedoch keine Beschädigungen festzustellen. Das Gas ist offensichtlich im Verlaufe des Brandes über das Sicherheitsventil entwichen und hat den Flammen zusätzlichen Brennstoff geliefert.  Am Gebäude werden weitere Schäden festgestellt. So ist die Dämmschicht unter der Putzauflage durch die hohen Temperaturen geschrumpft. Teile der Außenfassade sind jetzt weich und lassen sich wie Butter eindrücken. Das Fenster eines Nachbarhauses in etwa 20 Metern Entfernung ist ebenfalls zersprungen. Ebenso zeigen  das Carport und der Gartenzaun auf diesem Grundstück deutliche Brandspuren, während das hier geparkte Motorrad angesengt ist. Auch mehrere an der Straße geparkte Fahrzeuge hat es getroffen. So sind Verformungen an den Kunststoffteilen, wie Spoilern,  Schürzen und Lichtern zu sehen. Die Lackierungen haben Blasen geworfen und der Reifen eines Opel ist platt. Ein Wohnmobil (Fiat Ducato) weist ebenfalls Schäden auf: Der Aufbau des Freizeitmobils aus Glasfaserkunststoff (GFK) ist jetzt wellig, Außenspiegel und Frontscheinwerfer sind geschmolzen.
Zwischenzeitlich ist die Kriminalpolizei vor Ort, protokolliert die Schäden und nimmt erste Ermittlungen zur Brandursache auf. Die letzten Aufräumarbeiten sind für die Feuerwehr gegen halb fünf Uhr morgens beendet. Durch das Feuer ist nach vorsichtigen Schätzungen ein Schaden von mindestens 50.000 EURO entstanden.

 

                                                                                                                      Text:  J. Vogelsang
                                                                    Fotos: Fw Hiddenhausen, Gemeinde Hiddenhausen