Feuerwehr Hiddenhausen

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Wanderfalke klingelt um Hilfe, Feuerwehr kommt!

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Wanderfalke klingelt um Hilfe, Feuerwehr kommt!
Tierrettung der Feuerwehr Hiddenhausen im Naturschutzgebiet Füllenbruch
Einer aufmerksamen Spaziergängerin hat ein junger Wanderfalke wohl sein Leben zu
verdanken. Der Greifvogel hatte sich im Naturschutzgebiet Füllenbruch mit einer Lederfessel
in einem Baum verfangen. Der Feuerwehr Hiddenhausen gelang es schließlich den Greifvogel
aus seiner misslichen Lage zu befreien. Falkner Heinz Laege aus Bünde leistete dabei
tatkräftige Unterstützung.
Am Samstagabend spaziert Kirsten Hohlfeld über die Untere Wiesenstraße im Ortsteil
Sundern. Am Ende der Straße bemerkt die Frau ein seltsames Geräusch, das aus dem
Unterholz kommt. Sie geht der Sache nach und entdeckt den hilflosen Falken. Der Vogel sitzt
auf einem Baum in luftiger Höhe und macht mit einem Glöckchen auf sich aufmerksam, das
er am Bein trägt. „Das Tier hing zeitweise kopfüber an dem Ast und flatterte wild umher“,
berichtet die Frau später. Hohlfeld zögert nicht lange und verständig die Feuerwehr. Gegen
20:15 Uhr ist der Löschzug Schweicheln-Bermbeck vor Ort. Doch Einsatzleiter Nicholas
Jost und seine Männer sind zunächst ebenfalls ratlos. „Einen Greifvogel aus rund zehn Meter
Höhe aus einem Baum zu retten, ist Neuland für uns“, gibt der Feuerwehrmann offen zu. Er
inspiziert währenddessen die Lage mit dem Fernglas. Die Einsatzstelle ist außerdem nur über
eine aufgeweichte Wiese zu erreichen. „Eine Rettungsaktion mit der Drehleiter kommt daher
nicht in Betracht“, sagt Jost. Das tonnenschwere Gefährt würde sofort versinken. So beginnen
die Feuerwehrleute erst einmal damit, das Gelände auszuleuchten. Im Anschluss wird die
dreiteilige Schiebleiter vom Hilfeleistungslöschfahrzeug in Stellung gebracht. Sie kann mit
einem Zugseil auf eine Rettungshöhe von über 12 Metern ausgezogen werden. Außerdem
verständig die Kreisleitstelle Hobbyfalkner Heinz Laege aus Bünde, der wenig später in
Hiddenhausen-Sundern eintrifft. Laege ist in Feuerwehrkreisen als Vogelexperte bekannt. Der
Fachmann aus der Nachbarstadt erkennt sofort: Es handelt sich tatsächlich um einen jungen
Wanderfalken. „Der Vogel trägt noch sein Jugendgefieder mit der dunklen Längsfleckung auf
der hellen Brust.“
In einer gemeinsamen Aktion gelingt schließlich die Tierrettung. Der Baumast wird
kurzerhand abgesägt und der daran fest hängende Vogel sicher zu Boden befördert. Heinz
Laege staunt nicht schlecht: „Der Falke trägt noch den Geschühriemen und eine Langfessel
am Bein.“ Die rund ein Meter lange lederne Fessel hat sich völlig um den Ast verknotet.
Nur mit Mühe und äußerster Vorsicht gelingt es, das Tier zu befreien. Nach weiteren
zehn Minuten ist die Rettungsaktion beendet. Heinz Laege trägt den stolzen Falken auf
seinem Handschuh. Der Vogel ist ganz ruhig und hat die Prozedur allem Anschein nach gut
überstanden. „Das ist offenbar ein Ausreißer, denn ein Falke fliegt normalerweise nicht mit
angelegter Langfessel“, sagt Fachmann Laege. Über einen Zahlenring am Bein des Vogels
wird jetzt der Eigentümer ermittelt. Erst nach knapp zwei Stunden rückt die Feuerwehr
ab. „Das war ein außergewöhnlicher Einsatz mit einem glücklichen Ausgang“, so das
abschließende Fazit von Einsatzleiter Nicholas Jost.
Der Wanderfalke ist die am weitesten verbreitete Vogelart der Welt; er besiedelt bis auf
die Antarktis alle Regionen. Er ist ein hoch spezialisierter Vogeljäger, dessen Nahrung fast
ausschließlich aus kleinen bis mittelgroßen Vögeln besteht, die im freien Luftraum erjagt
werden. Der Wanderfalke setzt dabei oftmals zu spektakulären Sturzflügen aus großen Höhen
an, bei denen erstaunliche Geschwindigkeiten von bis zu 180 Stundenkilometern(!) erreicht
werden. Er gilt als besonders schöner und beeindruckender Greifvogel, der unter Artenschutz
steht. Während den Wanderfalken in ländlichen Regionen kaum Gefahren drohen,
verunglücken hierzulande allerdings viele Vögel in den Städten und Industriegebieten.
Glasfassaden und weitere „technische Hindernisse“ werden den Tieren oftmals zum
Verhängnis.

Tierrettung der Feuerwehr Hiddenhausen im Naturschutzgebiet Füllenbruch 

P1000768_thumbEiner aufmerksamen Spaziergängerin hat ein junger Wanderfalke wohl sein Leben zu verdanken. Der Greifvogel hatte sich im Naturschutzgebiet Füllenbruch mit einer Lederfessel in einem Baum verfangen. Der Feuerwehr Hiddenhausen gelang es schließlich den Greifvogel aus seiner misslichen Lage zu befreien. Falkner Heinz Laege aus Bünde leistete dabei tatkräftige Unterstützung.

  

 

Am Samstagabend spaziert Kirsten Hohlfeld über die Untere Wiesenstraße im Ortsteil Sundern. Am Ende der Straße bemerkt die Frau ein seltsames Geräusch, das aus dem Unterholz kommt. Sie geht der Sache nach und entdeckt den hilflosen Falken. Der Vogel sitzt auf einem Baum in luftiger Höhe und macht mit einem Glöckchen auf sich aufmerksam, das er am Bein trägt. „Das Tier hing zeitweise kopfüber an dem Ast und flatterte wild umher“,berichtet die Frau später. Hohlfeld zögert nicht lange und verständigt die Feuerwehr. Gegen 20:15 Uhr ist der Löschzug Schweicheln-Bermbeck vor Ort. Doch Einsatzleiter Nicholas Jost und seine Männer sind zunächst ebenfalls ratlos. „Einen Greifvogel aus rund zehn Meter Höhe aus einem Baum zu retten, ist Neuland für uns“, gibt der Feuerwehrmann offen zu. Erinspiziert währenddessen die Lage mit dem Fernglas.


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Der Falke wartet geduldig auf Hilfe

Die Einsatzstelle ist außerdem nur über eine aufgeweichte Wiese zu erreichen. „Eine Rettungsaktion mit der Drehleiter kommt daher nicht in Betracht“, sagt Jost. Das tonnenschwere Gefährt würde sofort versinken. So beginnen die Feuerwehrleute erst einmal damit, das Gelände auszuleuchten. Im Anschluss wird die dreiteilige Schiebleiter vom Hilfeleistungslöschfahrzeug in Stellung gebracht. Sie kann mi teinem Zugseil auf eine Rettungshöhe von über 12 Metern ausgezogen werden. Außerdem verständig die Kreisleitstelle Hobbyfalkner Heinz Laege aus Bünde, der wenig später in Hiddenhausen-Sundern eintrifft.

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Laege ist in Feuerwehrkreisen als Vogelexperte bekannt. Der Fachmann aus der Nachbarstadt erkennt sofort: Es handelt sich tatsächlich um einen jungen Wanderfalken. „Der Vogel trägt noch sein Jugendgefieder mit der dunklen Längsfleckung auf der hellen Brust. “In einer gemeinsamen Aktion gelingt schließlich die Tierrettung. Der Baumast wird kurzerhand abgesägt und der daran fest hängende Vogel sicher zu Boden befördert. Heinz Laege staunt nicht schlecht: „Der Falke trägt noch den Geschühriemen und eine Langfesselam Bein.“ Die rund ein Meter lange lederne Fessel hat sich völlig um den Ast verknotet. Nur mit Mühe und äußerster Vorsicht gelingt es, das Tier zu befreien.

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Befreiungsaktion am Boden

Nach weiteren zehn Minuten ist die Rettungsaktion beendet. Heinz Laege trägt den stolzen Falken auf seinem Handschuh. Der Vogel ist ganz ruhig und hat die Prozedur allem Anschein nach gu tüberstanden. „Das ist offenbar ein Ausreißer, denn ein Falke fliegt normalerweise nicht mit angelegter Langfessel“, sagt Fachmann Laege. Über einen Zahlenring am Bein des Vogels wird jetzt der Eigentümer ermittelt. Erst nach knapp zwei Stunden rückt die Feuerwehr ab. „Das war ein außergewöhnlicher Einsatz mit einem glücklichen Ausgang“, so das abschließende Fazit von Einsatzleiter Nicholas Jost.

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Der Wanderfalke (mit Augenklappe) und seine Retter: (v.l.) Falkner Heinz Laege und
Feuerwehrmann Olaf Peters.
Der Wanderfalke ist die am weitesten verbreitete Vogelart der Welt; er besiedelt bis auf die Antarktis alle Regionen. Er ist ein hoch spezialisierter Vogeljäger, dessen Nahrung fast ausschließlich aus kleinen bis mittelgroßen Vögeln besteht, die im freien Luftraum erjagt werden. Der Wanderfalke setzt dabei oftmals zu spektakulären Sturzflügen aus großen Höhen an, bei denen erstaunliche Geschwindigkeiten von bis zu 180 Stundenkilometern(!) erreicht werden. Er gilt als besonders schöner und beeindruckender Greifvogel, der unter Artenschutz steht. Während den Wanderfalken in ländlichen Regionen kaum Gefahren drohen, verunglücken hierzulande allerdings viele Vögel in den Städten und Industriegebieten. Glasfassaden und weitere „technische Hindernisse“ werden den Tieren oftmals zum Verhängnis.


Von Jens Vogelsang

(Text u. Fotos)