Die Fahrerin des Ford Focus kann relativ schnell befreit werden. Sie wird mit schweren Verletzungen vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus nach Herford abtransportiert. Währenddessen gestaltet sich die Rettung des Engeraners äußerst schwierig. Der Mann ist in seinem Auto, einem Saab älteren Baujahrs, im Fußraum schwer eingeklemmt. Eine Notärztin und mehrere Rettungsassistenten kümmern sich aufopferungsvoll um den Schwerverletzten. Sie versuchen den Gesundheitszustand des 48-Jährigen immer wieder zu stabilisieren. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hiddenhausen unterstützen den Rettungsdienst nach Kräften.
Die Wehrleute sichern das Auto, das völlig deformiert an einer abschüssigen Straßenböschung zum Stehen gekommen ist. Erst nachdem die medizinische Erstversorgung des Mannes abgeschlossen ist, beginnt seine Befreiung. Die Beine des Unfallopfers sind unter dem Armaturenbrett eingequetscht. Die Einsatzkräfte müssen daher äußerst behutsam vorgehen. Hydraulische Rettungszylinder werden zwischen den Türholmen eingesetzt. So gelingt es, den völlig zerstörten Vorderbau des Saab nach vorne wegzudrücken. Das Dach des Unfallautos wird ebenfalls mit einer hydraulischen Schere abgetrennt, um für Platz zu sorgen. Nach mehr als eineinhalb Stunden ist der Mann schließlich befreit. Er wird ebenfalls auf dem schnellsten Wege ins Krankenhaus gebracht.
Vorsichtshalber durchsuchen Feuerwehrleute die Umgebung mit der Wärmebildkamera. Die Aussage eines Zeugen, wonach eine weitere Person aus einem der Unfallwagen geschleudert worden sein soll und humpelnd in der Dunkelheit umherirre, bestätigt sich jedoch nicht. Als Unfallursache vermutet die Polizei überhöhte Geschwindigkeit auf regennasser Fahrbahn.
Der Aufprall der beiden Fahrzeuge war so heftig, das der gesamte Motorblock des Ford Focus herausgerissen wurde. Ihn fanden die Feuerwehrleute mehrere hundert Meter entfernt in einem Waldstück.





