Um 22:28 Uhr wird der zuständige Löschzug Schweicheln-Bermbeck unter dem Stichwort „Feuer Stufe 2, Falkendieker Straße“ alarmiert. Der Alarm nach „Stufe 2“ gilt gleichzeitig für das Tanklöschfahrzeug 24/50 (TLF 24/50) und die Drehleiter 30 (DLK 23/12) des Löschzugs Eilshausen. Wegen der unklaren Lage und der personellen Situation während des verlängerten Feiertagswochenendes lässt die Zugführung unmittelbar nach Eintreffen und Erkundung an der Einsatzstelle die Alarmierungsstufe auf „Feuer 3“ erhöhen. Um 22:37 löst die Kreisleitstelle daher Gesamtalarm für die Feuerwehr Hiddenhausen aus.

An der Einsatzstelle zeigt sich schnell: Die eigentliche Brandstelle liegt im Außenbereich hinter der Imbissgaststätte. Hier stehen große Mengen an Brennholz und Verschalbrettern in Flammen. Die Hölzer sind unmittelbar an der Außenwand der Gaststätte in Verschlägen bzw. Unterständen gelagert. Auch eine Vogelvoliere ist hier zu finden. Unter einem weiteren Unterstand ist ein großer Metalltank auf zahlreichen Brettern gelagert, der offensichtlich als Regenwasserspeicher genutzt wird. Die „Lagerstätte“ ist im Garten eines Wohngebäudes angelegt, dass quasi als Hinterhaus an den Imbiss angrenzt. Wohnhaus und Garten sind von der Straße durch die Gaststätte und eine hohe Mauer völlig abgeschottet. Der Zugang erfolgt durch ein Tor mit einer Eisentür.
Die hintere Außenfassade der Gaststätte ist von den Flammen erfasst. Hier zerbersten zwei Fensterscheiben. Die Flammen haben sich in die Zwischendecke der Dachkonstruktion „vorgefressen“. Auch die Dachfläche ist bereits in Mitleidenschaft gezogen. Die brennende Teerpappe sorgt zusätzlich für eine starke Rauchentwicklung. Sofort wird ein Außenangriff eingeleitet. Im Garten des „Hinterhauses“ sind teilweise drei Trupps unter Atemschutz (PA) mit C-Rohren bzw. Hohlstrahlrohren im Einsatz, um den brennenden „Holzberg“ abzulöschen. Weitere Wehrleute bringen die Steckleiter an der Vorderseite des Lokals in Stellung. Ein Trupp kann so vom Dach der ehemaligen Werkstatt- bzw. Waschhalle – der Bau dient jetzt als Garage bzw. Lagerraum – das brennende Flachdach ablöschen. Das Wenderohr der Drehleiter kommt hier ebenfalls zum Einsatz. Die zusätzliche Wasserversorgung erfolgt zunächst über das TLF 24/50.
Wenig später steht auch eine B-Leitung zu einem nahen Unterflurhydranten. Der Verkehr auf der B 239 ruht; die Polizei hat die Einsatzstelle großräumig abgesperrt. Fraglich bleibt zu diesem Zeitpunkt, ob auch der Innenraum der Gaststätte bereits von den Flammen erfasst ist. Die Eingangstür und alle Fenster sind nämlich durch Kunststoffrollläden mit elektrischen Steuerungen verschlossen. Seitlich sind zwei weitere Türen zu finden, die umgehend geöffnet werden. Die Räume dahinter – eine Toilette und ein Raum für die Gasverteilung – sind allerdings, so stellt sich wenig später heraus, nur von außen zu erreichen und führen nicht weiter in das Gebäudeinnere.

Schließlich gelingt es die Jalousie eines schmalen Seitenfensters hochzuschieben. Von hier rücken zwei weitere Trupps unter PA über ein Steckleiterteil in das Gebäude vor. Die Kontrolle im Inneren zeigt: Die Flammen haben hier noch keinen weiteren Schaden angerichtet, nur die Fenster der Küche sind zerstört. Der Innenraum ist mit Rauch gefüllt. Eine weitere Abluftöffnung wird zur Straße hin geschaffen und der Überdrucklüfter vor dem Gästeraum in Stellung gebracht.
Mittlerweile ist das Feuer an der Gebäuderückseite weitgehend abgelöscht, sodass sich jetzt die weiteren Maßnahmen auf die Brandnester in der Zwischendecke konzentrieren. Das Flachdach wird dazu an mehreren Stellen geöffnet. Mit einer Multifunktionssäge werden Streifen zwischen den Dachbalken herausgesägt. Die Dämmung wird entfernt. Das Hohlstrahlrohr kommt zum Einsatz.
Noch während des laufenden Feuerwehreinsatzes nimmt ein Team der Kripo die Ermittlungen zur Brandursache auf. Die Beamten nehmen unter anderem auch einen umherstehenden Holzkohlegrill genau „unter die Lupe“.
Um 1:30 Uhr ist der Einsatz beendet. 50 Wehrleute waren vor Ort. Eine Kameradin verletzte sich während der Löscharbeiten leicht am Fuß und wurde zur Kontrolle ins Klinikum Herford gefahren. Rund 10.000 Liter Löschwasser wurden verbraucht. Die Schadenshöhe wird auf 60.000 bis zu 100.000 EURO geschätzt.
J. Vogelsang
Mittlerweile ist das Feuer an der Gebäuderückseite weitgehend abgelöscht, sodass sich jetzt die weiteren Maßnahmen auf die Brandnester in der Zwischendecke konzentrieren. Das Flachdach wird dazu an mehreren Stellen geöffnet. Mit einer Multifunktionssäge werden Streifen zwischen den Dachbalken herausgesägt. Die Dämmung wird entfernt. Das Hohlstrahlrohr kommt zum Einsatz.
Noch während des laufenden Feuerwehreinsatzes nimmt ein Team der Kripo die Ermittlungen zur Brandursache auf. Die Beamten nehmen unter anderem auch einen umherstehenden Holzkohlegrill genau „unter die Lupe“.
Um 1:30 Uhr ist der Einsatz beendet. 50 Wehrleute waren vor Ort. Eine Kameradin verletzte sich während der Löscharbeiten leicht am Fuß und wurde zur Kontrolle ins Klinikum Herford gefahren. Rund 10.000 Liter Löschwasser wurden verbraucht. Die Schadenshöhe wird auf 60.000 bis zu 100.000 EURO geschätzt.
J. Vogelsang










